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Iron Man 2 Testbericht

Ach wie oft hört man das typische Klischee der Spiele zum Film? Die meisten Titel zu Kinofilmen sind eher für die Tonne als für die Xbox und bringen schon nach wenigen Minuten – ja sogar oft schon im Menü – Frust ohne Ende. Doch an was liegt das? Liegt es daran,dass die Entwickler zu wenig Zeit oder Budget von ihren Publishern bekommen? Wie auch immer ist mir kein Film-Spiel bekannt,das bahnbrechende Erfolge erzielte und uneingeschränkt weiter zu empfehlen wäre … Ist es bei Iron Man 2 anders? Dem aktuell bekanntesten Film im Kino?


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Und da legt man voller Hoffnung das Spiel ins Laufwerk ein und der erste Frustmoment kommt einem bereits förmlich entgegengeflogen. Wobei man sagen muss,dass die Grafik recht “okay” aussieht – von der Nähe. Wenn man mit dem Iron Man in der Luft durch Schluchten fliegt und seine Gegner mit Raketengeschossen bekämpft sieht die Sache wiederum etwas anders aus. Verwaschene Texturen,billige Explosionen,Steinmodelle und gelegentliche Grafikfehler begleiten einen durchs ganze Spiel. Wenn das nicht genug wäre,kommen nun auch die Charaktere ins Spiel. Null Mimik – als ob es Puppen wären. Und die deutsche Synchro ist eine der schlechtesten die ich je gesehen habe. Es kommt sogar vor,dass man den Mann sprechen sieht und man die Frau hört? Die Stimme und die Lippen spielen unharmonischer miteinander als Whitney Houston bei ihren aktuellen Konzerten. Es kommt sogar vor,dass man sieht wie die Leute noch reden aber man nichts mehr hört,da der Audiopart schon fertig ist.

Ja,es kommt einem in der deutschen Version so vor als ob man einfach den Text übersetzt und dann ohne auf den Bildschirm zu schauen,ihn aufgenommen und eingefügt hat.

Das Menü sieht viel zu überladen aus. Optisch sieht es zwar modern aus aber man weis garnicht wo was ist und die Menüführung mit dem Stick ist auch sehr seltsam. Über einen Multiplayermodus verfügt das Spiel übrigens nicht.

Die Story knüpft direkt an die des Films an – obwohl das Spiel übrigens eine Woche vor Kinorelease erschien … – und Leute die keine oder wenig Ahnung von Iron Man haben,werden vom Spiel im Stich gelassen. Hier wird nicht die Vorgeschichte zusammengefasst oder angesprochen,sondern gleich mit der Fortsetzung der Story angefangen. Hier die Kurzfassung der Geschichte: Der Iron Man wird zu dem “Stark-Towers” gerufen der von mehreren fliegenden Roxxon-Robotern angegriffen wird. Doch die Zerstörung war nicht das Ziel,sondern die hoch entwickelte künstliche Intelligenz JARVIS. Was Bösewichte damit alles anstellen können sollte klar sein.

Sobald die Zwischensequenzen vorbei sind,wird man sofort ins Spiel geworfen. Man kann sich das ganze so vorstellen als ob man in einer Arena jemand ohne jegliche Waffen und Rüstung gegen jemanden wie Achilles kämpft. Die Steuerung wird einem nur flüchtig erklärt und auch wenn man weis wie gesteuert wird,hindert das Spiel einen daran richtig zu agieren. Man kann Gegner zwar anvisieren und die Kamera folgt diesen so dass man nurnoch einer der Schultertasten betätigen muss um einer seiner zwei auswählbaren Waffen abzufeuern,aber das ist auch das einzige was man präzise machen kann. Mit den beiden Sticks und dem Nachbrenner-Knopf fliegt man irgendwie durch die Gegend und hofft den Gegner zu treffen. Dazu zählen unteranderem Soldaten,Panzer,Drohnen,Roboter und oft auch mächtige Spezialeinheiten.

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Das HUD im Spiel wirkt völlig überladen. Überall nur Anzeigen und Symbole. Man hätte ruhig etwas dezenteres nehmen können und auf eine Anzeige für alles mögliche verzichten können oder diese in 1 – max. 2 Anzeigen oder Kreisen vereinen können.

Im Spiel kann man durch das lasche Gameplay und die überbelegte und unpräzise Steuerung lediglich einfach den Lock-On drücken und einfach auf die beiden Schultertasten hämmern und hoffen,dass der Gegner stirbt. Dabei gibt es aber auch etwas positives: Wenn man beide Schultertasten gedrückt hält,lädt sich der Unibeam auf und beschert den Spieler mit einem epischen Zerstörungsstrahl. Ausserdem kann man es auch im weniger effektiven Nahkampf versuchen. Einfach immer X drücken und der Iron Man oder War Machine führen ihre Combos aus. Im Menü kann man seine Charakter upgraden und ihnen Rüstungsupgrades zur Geschwindigkeitsverbesserung zb. oder neue Kampfmoves durch Punkte kaufen die man am Ende jedes Levels verdient.

Uwe’s Fazit: Nunja was soll man dazu sagen? Es ist wirklich Schade,dass bei so gut wie jedem Spiel das typische Klischee immer wieder bestätigt wird. Sicherlich spielen das Budget und die Zeit eine wichtige Rolle. Allerdings ist Iron Man 2 bereits in der oberen Hälfte dieser Spiele. Es gibt wesentlich schlimmere Film-Spiele auf dem Markt. Auch wenn der Titel ein schwaches Gameplay aufweist,macht es trotzdem irgendwie manchmal Spaß. Vielleicht wird Iron Man 3 endlich ein 7.0-Spiel mit mehr Budget und mehr Entwicklungs-und Spielzeit (übrigens etwa 8-10 Std.). Kaufempfehlung gilt hier nur für eingefleische Iron Man Fanatiker und Kinder die den Helden entgegenfiebern.

5.8 von 10

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